Rotkohl selber machen

Topf Angebrannt Reinigung Mit Hausmittel NatronWenn Sie Ihre Gäste überraschen und mit Ihren Kochkünsten beeindrucken wollen, lassen Sie das Rotkraut im Glas beim nächsten Festessen doch einfach mal im Vorratsschrank. Stattdessen können Sie auch Rotkohl selber machen. Viel Aufwand braucht es nicht, um das beliebte Wintergemüse lecker zuzubereiten. Eine wichtige Zutat ist dabei Natron. Sie können Ihren Rotkohl dabei nach Belieben verfeinern, von süßlich bis asiatisch. Wenn Sie erst einmal Ihren Rotkohl selbst gemacht haben und alle damit begeistern konnten, werden Sie sicherlich nicht mehr so schnell auf die Variante im Glas zurückgreifen.

Rotkohl können Sie das ganze Jahr über kaufen und selbst zubereiten. Die Hauptzeit ist jedoch der Winter, wenn das Gemüse traditionell zum Festessen als Beilage serviert wird. Das eher süße Aroma des Rotkohls harmoniert dabei besonders geschmackvoll mit deftigen Speisen wie Braten und Klößen.

 

Rotkohl selber machen – was Natron bei der Rotkohlzubereitung bewirkt

Das Auge isst bekanntlich mit. Dies gilt auch bei Rotkohl, der natürlich auch aufgrund seiner Farbe sehr schmackhaft wirkt. Roher Rotkohl besitzt eine eher violette Farbgebung. Die Farbe des Gemüses lässt sich je nach Zubereitungsart beeinflussen. Wer sich eine eher rötliche Farbgebung wünscht, gibt einen Schuss Zitronensaft oder Essig bei der Zubereitung hinzu. Soll die eher bläulich-violette Farbe jedoch verstärkt werden, arbeitet man beim Kochen mit Speisenatron. Auch der Säuregehalt wird durch Natron reduziert, wodurch der Rotkohl bekömmlicher wird. Fügen Sie das Natron immer nur messerspitzenweise hinzu.

Die Zubereitung mit Natron und Zucker ist vor allem in Franken, Schwaben und Bayern sehr beliebt, wohingegen man im Norden eher zu Essig und Wein greift, um dem Rotkohl seine charakteristische rote Färbung zu verleihen. In Bayern ist der Rotkohl daher auch unter der Bezeichnung Blaukraut sehr bekannt.

Schon der Ackerboden, auf dem der Rotkohl wächst, beeinflusst die Farbe des Gemüses entscheidend mit. Bei einem eher sauren Boden wirken die Blätter besonders rötlich. Ist der Boden hingegen eher alkalisch, färben sich die Blätter bläulich.

 

Was Sie zum Rotkohl selber machen benötigen:

  • 1 kg Rotkohl
  • 1 l Apfeldirektsaft
  • etw. Natron (z.B. Feenkristalle der Natronfee)
  • 50 ml schwarzer Johannisbeere-Fruchtessig
  • 1 Schalotte
  • 1 kleines Glas schwarze Johannisbeere-Fruchtaufstrich
  • 1 Quitte
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Speisestärke

Zum Abschmecken benötigen Sie weiterhin etwas Pfeffer, Salz und Zucker sowie 2 Nelken, 2 Lorbeerblätter und 5 Wacholderbeeren.

 

Was Sie sonst noch brauchen:

  • 1 Papierteefilter
  • 1 Gemüsehobel
  • Handschuhe

 

Zubereitungszeit & Schwierigkeit:

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel

 

Rotkohl selber machen – so wird’s gemacht

Bereiten Sie zunächst den Rotkohl vor. Entfernen Sie dafür die äußeren Blätter, vierteln Sie den Kopf und schneiden Sie dann den Strunk heraus. Danach nutzen Sie zum Rotkohl selber machen einen Gemüsehobel, um den Kopf in dünne Streifen zu schneiden. Alternativ dazu kann auch ein großes Messer genutzt werden.

Die in feine Würfel geschnittenen Schalotten werden im Topf in erhitztem Olivenöl angeröstet. Danach geben Sie den Rotkohl hinzu. Der Apfelsaft kommt anschließend zum Angießen dazu.

Nun schälen Sie die Quitte und raspeln sie grob. Danach füllen Sie die Gewürze in einen Papierteefilter und binden diesen zu. Legen Sie den Gewürz-Filter zu dem Rotkraut. Danach lassen Sie das Ganze bei mittlerer Hitze für etwa 1 ½ Stunden vor sich hin köcheln. Im Anschluss entfernen Sie den Filter.

Nun greifen Sie zu einer Schöpfkelle und entnehmen etwas von dem Apfelsaft. Lassen Sie diesen in einer Tasse abkühlen und rühren Sie die Speisestärke ein. Dann geben Sie den Fruchtaufstrich zum Rotkohl und nehmen die Speisestärke zum Abbinden, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Nun können Sie das Ganze mit dem Fruchtessig noch etwas abschmecken.

Das Natron können Sie während des Garprozesses hinzugeben, um die gewünschte bläuliche Färbung zu erzielen.

Wenn Sie auf eine eher bläuliche Färbung Ihres Rotkohls Wert legen, sollten Sie auf säurehaltige Zutaten wie Wein und Essig weitestgehend verzichten. Für mehr Lila und Blau des Rotkohls setzen Sie hingegen auf Zucker und alkalisches Natron. Natron ermöglicht Ihnen also verschiedene Farbspielereien, wenn Sie Ihren Rotkohl selber machen.

Tipps zum Thema Rotkohl selber machen:

  • Am besten tragen Sie zum Rotkohl selber machen eine Schürze sowie Handschuhe bei der Zubereitung des Gemüses, da dieses abfärben kann.

 

  • Durch die Beigabe von Natron verkürzen sich auch die Garzeiten. Denn Natron sorgt dafür, dass das Kochwasser weicher und zudem alkalischer wird. Dies sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie Ihren Rotkohl selber machen.

 

  • Sie können Ihren selbstgemachten Rotkohl nach Belieben und persönlichem Geschmack verfeinern. Neben gängigen Verfeinerungsmethoden wie Johannisbeeren und Zimtstangen, dürfen Sie hier gerne auch ein wenig experimentieren. Versuchen Sie es doch auch einmal mit einer Pflaumensauce, Ingwer, Erdnussbutter, Maronen oder Backpflaumen. Guten Appetit!